27. Februar 2008
Gestern abend waren wir mal wieder zu unserem wöchentlichen Geburtsvorbereitungskurs bei Hella. Das Thema war Geburtsschmerz. Eigentlich ist das ja nun überhaupt kein schönes Thema. Zum Anfang wurden wir gefragt, was wir für Schmerzen kennen. Wir Damen kennen da schon etliches, während die Herren der Schöpfung fast nur den Schmerz “am Morgen danach” kannten. Typisch! Im weiteren Verlauf des Abends ging es dann darum, was man gegen die Schmerzen während der Geburt machen kann und anschließend gab es passend dazu eine Entspannungsmassage mit Igelball. Naja, wirklich entspannend war es nicht. Zum einen hatte ich mal wieder richtig kalte Füsse und zum anderen war es so lustig, dass mir vor Lachen die Tränen liefen. Aber schön war es trotzdem. Jetzt sind es nur noch 2 Abende, wie schnell doch der Kurs vorbei geht.

Teil 1: Kennen lernen
Teil 2: Die Geburt
Teil 3: Die Wehen
Teil 4: Der Geburtsschmerz
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Verfasst von janasworld
26. Februar 2008
Gestern haben wir endlich unseren neuen Wohnungsschlüssel bekommen. Die Sonne schien und wir haben zum ersten Mal unsere neue Umgebung und Wohnung bei strahlemsten Sonnenschein gesehen. Nachdem wir die Übergabe erledigt hatten, haben wir uns erst einmal auf unsere neue Terrasse gesetzt und uns gesonnt. Auf alle Fälle muss dann demnächst eine Sonnenliege & Sonnenschirm her. Bisher hatten wir ja keinen Platz und keine Gelegenheit dafür.
Am Donnerstag ist dann die zweite Abnahme. Leider ist die neue Wohnung nicht so gut gemalert, 2 Fensterrollos sind kapput und das WC sah aus (ich will hier Details ersparen) sodass wir hier noch einiges klären müssen. Das trübte so ein bisschen die Freude, aber warum soll auch alles glatt gehen?
Heute haben wir auch endlich die Kündigungsbestätigung unseres Telefons von Freenet erhalten. Das war auch so eine Zitterpartie, da ich mich dafür schon in Nischwitz auf dem Bürgeramt anmelden musste, denn nur mit einer Anmeldebestätigung in einem neuen Wohnort darf man seinen Vertrag vorzeitig kündigen. Leider werden wir in Nischwitz dann nur noch DSL 2000 bei der Telekom statt 16.000 von Freenet haben. Ich finde das aber nicht weiter tragisch, denn wann hatten wir real gesehen, jemals 16.ooo Mbit pro Sekunde? Ich hoffe, dass wir bis zum Ende der Woche endlich dann unsere neue Telefonnummer haben werden.
Der Umzug findet dann am 4/5. März statt, der Umzugsvertrag mit der Möbelspedition ist auch in Sack und Tüten. Auch das war eine harte Nuß. Wir haben uns sage und schreibe 10 Angebote eingeholt und eins war teurer wie das andere. Das schlimme daran war, dass der Umzug um einiges mehr kosten sollte als von Gotha nach Leipzig vor 2 Jahren. Eigentlich ist ja das teuerste an einem Umzug die Fahrzeit und die Kilometer. Aber nach Nischwitz sind es nur 25 km, von Gotha nach Leipzig dagegen 175 km. Auch haben wir nicht mehr Möbel, die Kubiqmeter sind die selben, woher kommt also dieser Wahnsinnspreis? Letztendlich haben wir aber eine Spedition gefunden, die unseren Preisvorstellungen in etwas entgegen kam, auch wenn es immer noch mehr ist als wir kalkuliert haben. Aber wir haben den Umzug ja gewollt.
Noch nicht ausgestanden ist das Thema “Malern”. Maler mit Gewerbe sind genauso teuer wie ohne und da man seit zwei Jahren die Malerkosten in die Steuererklärung (Haushaltsnahe Dienstleistungen) mit hineinnehmen kann, unterstützen wir doch eher einen Maler mit Rechnung und Gewerbeschein.
Zum Thema Datenschutz habe ich auch noch eine schöne Geschichte. Vor ein paar Wochen haben wir zum 1.3. einen Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post online aufgegeben. Gestern habe ich einen Anruf von unserem Versicherungsmakler erhalten, dass sich unsere Hausratversicherung bei ihm gemeldet und ihm unsere neue Adresse mitgeteilt hätte. So schrieb die Versicherung an ihn, dass sie die neue Adresse von der Deutschen Post erhalten hätten. Da bin ich doch echt vom Glauben abgekommen. Wie kommt die Deutsche Post dazu, unsere neue Adresse weiterzugeben? Soviel zum Thema Datenschutz. Ich habe natürlich gleich bei der Deutschen Post angerufen und gefragt, wie das passieren kann. Mir wurde wie üblich hoch und heilig versprochen, dass das nicht wieder passiert, dass das sofort weitergegeben wird und sie sich gar nicht vorstellen können, wie das überhaupt geschehen konnte. Nun ist aber das Kind in den Brunnen gefallen und wir müssen damit leben…
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Verfasst von janasworld
24. Februar 2008
wird, kann ich nicht verstehen. Vor einigen Jahren verursachte Christian Pfeiffer (ehem. Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen) einen riesen Wirbel, indem er die Meinung vertrat, dass alle Kinder die zu DDR-Zeiten im Kindergarten in einer Reihe auf dem Topf gesessen haben, nun rechtsradikal sind.
Frau Eva Hermann haute in die selbe Kerbe, in dem sie behauptete, dass Kinder, die zu früh in den Kindergarten kommen, sie mangels Liebe und Zuwendung „zwiespältige Persönlichkeiten“ werden. So würde die Gruppenerziehung “Zwergwuchs, Unterernährung, geistige, sprachliche und motorische Störungen, Bindungsprobleme, Panikgefühle …” hervorbringen.
Bisher konnte ich mir diesen Schwachsinn nur damit erklären, dass das Menschen behaupten, die im Westen groß geworden sind und die DDR nur vom hören sagen kennen. Als ich heute im Radio die Nachricht hörte “Babymorde sind ein Erbe der DDR-Zeit“, war mein erster Kommentar: “Das kann nur eine Wessi-Mann von sich geben”.
Das ich hier pauschal und vorschnell verurteilt habe, ist mein Fehler gewesen (ich lebe seit 11 Jahren mit meinem Partner, ein “Wessi “aus Hamburg zusammen, der Gott sei Dank ganz anders denkt seitdem er mit mir im Osten lebt), aber ich konnte mir nun wirklich nicht vorstellen, dass soetwas von einem Ostdeutschen Ministerpräsidenten, dem Herrn Böhmer (CDU) gekommen ist. Herr Böhmer war bis 1990 Chefarzt der Gynäkologie in Wittenberg. So erkläre er sich “die vielen Kindestötungen im Osten «vor allem mit einer leichtfertigeren Einstellung zu werdendem Leben in den neuen Ländern». Es komme ihm vor, als sei Kindstötung für manche Frauen «ein Mittel der Familienplanung». Diese Einstellung halte er für eine Folge der DDR-Abtreibungspolitik. Frauen konnten dort nach 1972 bis zur zwölften Woche ohne Begründung die Schwangerschaft abbrechen. «Das wirkt bis heute nach»” Quelle: Lycos Nachrichten
Wie kommt ein Mann auf so absurde Ideen? Als ob im Osten alle Frauen mal eben so abgetrieben hätten. Mal davon abgesehen, dass es soziale und gesundheitliche Gründe gibt, die eine Abtreibung in meinen Augen, notwendig machen (aber das steht auf einem anderen Blatt Papier), so kenne ich niemanden, der mit mir in der DDR aufgewachsen ist und nun leichtsinnig abtreibt oder sein Kind tötet. Ich würde vorschlagen, dass Herr Böhmer in Ruhestand geht und seine altersbedingten Gedächtsnisausfälle für sich behält.
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Verfasst von janasworld
24. Februar 2008

Umgezogen sind wir noch nicht, ich möchte hier aber schon einmal ein paar Bilder von unserer zukünftigen Umgebung zeigen. Wenn wir in den letzten Wochen erzählt haben, dass wir von Leipzig in das Dorf Nischwitz bei Wurzen ziehen wollen, wurden wir ganz ungläubig angeschaut “Was, aufs langweilige Dorf wollt ihr ziehen? Gibt es da auch Einkaufsmöglichkeiten? usw.” Ja sicherlich gibt es dort Einkaufsmöglichkeiten, es gibt aber auch neben einer hübschen Dorfkirche, einem tollen Schloß mit Garten und Kinderspielplatz, auch einen Kindergarten, einen Wildpark sowie ein Hotel & Restaurant (den Rest muss ich noch erkunden).
Doch was noch viel wichtiger ist: dort ist es ruhig. Keine quitschende Straßenbahn vorm Schlafzimmerfenster und keinen 24stündigen Straßenverkehrslärm + Nebengeräuschen. Ich freue mich schon auf die erste Nacht mit offenem Fenster schlafen zu können…

Blick auf das Schloß-Gelände

Unser neues Domizil - die Gesindehäuser von Schloß Nischwitz

Die Dorfkirche

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Verfasst von janasworld
24. Februar 2008

Wenn Sonntags die Sonne scheint, es warm wird und die Vögel zwitschern, hält es mich nicht mehr im Haus. Der Unterschied zum letzten Frühling ist, dass wir momentan nicht mit den Rädern losfahren können und weite Wege zu Fuß beschwerlich sind. Ein Hoch auf das Auto, auch wenn mein Öko-Herz das eigentlich nicht so toll findet in der Stadt rumzugondeln. Aber was tut man nicht alles, wenn der Babybauch an die frische Luft will mit einem wichtigen fotografischen Ziel: nämlich dem Botanischen Garten in Leipzig.

So geschah es heute, die Sonne strahlte aus allen Knopflöchern und schon ging es los, bewaffnet mit Dickbauch und Kamera (fehlten nur noch die Tennissocken, Sandalen sowie kurzer Hose und ich hätte mich als deutschen Touristen mit Bierwampe verkleiden können (-: )
Ich war begeistert: die vielen Frühjahrsblüher: Schneeglöckchen, Winterlinge, Krokuse, Alpenveilchen, Rhododrenden, Märzenbecher, Blausterne…

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Verfasst von janasworld
21. Februar 2008
Die Zeit ist jetzt so schnell vergangen. Seit letzten Freitag bin ich offiziell im Urlaub mit anschließendem Mutterschutz. Heute ist schon wieder Donnerstag und ich frage mich, wo die Woche geblieben ist. Jeden Tag war ich unterwegs und ehrlich gesagt, ich liebe meine neue Freiheit! Wenn die nächsten 8 Wochen bis zur Geburt auch so schnell vergehen wie die jetzige Woche, dann muss ich mich mit all den Vorbereitungen zur Geburt und unseren Umzug sehr beeilen.
Am Dienstag waren wir mal wieder zu unserem Geburtsvorbereitungkurs Teil 3 “Wehen” bei Hella in der Hebammenpraxis. Es ging darum, was es für Wehen gibt. Das war sehr interessant, denn ich wusste nicht, dass nicht schwangere frau beim Orgasmus Wehen hat (nicht zu verwechseln damit, dass ein Orgasmus Wehen während der Schwangerschaft auslösen kann).
Das war bisher der lustigste Abend, denn wir haben die Partnerübung “Äpfel schütteln” gelernt. Das ist eine Übung, die man während der Wehen machen sollte, damit frau etwas lockerer in der Hüfte wird. Also sollte ich dazu kommen, diese Übung auszuprobieren, wird unser Kind unter Lachanfällen zur Welt kommen.
So sieht “Äpfel schütteln” aus…

Teil 1: Kennen lernen
Teil 2: Die Geburt
Teil 3: Die Wehen

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Verfasst von janasworld