Montagsfrust - das örtliche Krankenhaus

Da wir ja nun in der Nähe von Wurzen leben und das örtliche Krankenhaus nur 5 Minuten von uns entfernt ist, war ich kurzfristig der Meinung, vielleicht dort entbinden zu können.  Mit diesen Gedanken und einer umfangreichen Recherche auf der Internetseite des Krankenhauses, habe ich heute morgen voller Elan auf der Geburtsstation angerufen, um nach einem Besichtigungstermin des Kreißsaales zu fragen. Auf der Homepage steht nämlich sehr einladend, dass man anrufen soll, um einen Termin zu vereinbaren.

Was musste ich aber erleben? Eine sehr schlecht gelaunte Krankenschwester ging ans Telefon und bellte mich sofort an, dass das heute nun überhaupt nicht ginge. Ich war so verblüfft, dass ich nur sagte, dass es mir gar nicht um heute ging, sondern um einen Termin im Laufe dieser oder nächster Woche. In einem herrischen Ton bellte sie zurück, ich solle jeden Tag anrufen, um zu fragen, wann es denn ginge, Termine könnte sie mir keine nennen. Das die gute Frau im Streß stand, weil die 4 Entbindungszimmer heute morgen voll belegt war, kann ich ja verstehen. Was ich nicht akzeptiere, war der Ton und die Art der Schwester. Ein Feldwebel ist ein Waisenknabe dagegen. Wenn Sie wenigstens nett gesagt hätte, dass es heute ungünstig wäre und sie würde mich zurückrufen, wäre das ein anderer Schnack gewesen, aber so?

So habe ich heute beschlossen, wenn mir genügend Zeit bleibt, fahre ich wie vereinbart ins Elisabeth-Krankenhaus nach Leipzig. Dort waren alle sehr nett (der Chefarzt hat dort die Feindiagnostik bei mir gemacht) und die Geburtsstation sah nicht aus wie eine Klinik.

Soviel zum Thema Service, der wohl beim hiesigen Krankenhauspersonal nicht so großgeschrieben wird, wie die Homepage zu vermitteln scheint.

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