Denunziantentum

9. Mai 2008

Ich bin so glücklich darüber, dass seit gestern Mittag mein Gustav wieder zu Hause ist. Das er das ist, hat mich sehr viel Nerven gekostet. Eigentlich wollte ich ihn ja schon Mittwochabend nach Hause holen, doch da wurde uns ja mit Jugendamt und Polizei gedroht, wenn wir das tun würden. Um dem vorzubeugen haben wir zugestimmt, dass er noch eine weitere Nacht bleibt.

Am Donnerstagmorgen um 7:00 Uhr war ich dann pünktlich im Krankenhaus um zu stillen und Gustav dann zu holen. Wenn ich gewusst hätte, dass dann ein weiterer Psychoterror beginnt, hätte ich mir Stephan als Verstärkung mitgenommen. Erst einmal sind die Ärzte mit einstündiger Verspätung zur Visite gekommen. Sie standen dann zu dritt vor meiner Liege und immer wieder haben sie darauf rumgehackt, dass der Gustav gar nicht vom Wickeltisch fallen könnte. Irgendwann wurden mir die fadenscheinigen Unterstellungen zu viel und ich habe dann gefragt, ob sie von mir hören wollen, dass Stephan den Gustav mit Absicht gestoßen hat und ich meinen Mann nun decken will. Da bekam der Assistenzarzt einen roten Kopf und meinte, dass es viele Väter gebe, die dass mit Absicht machen würden. Ich bin schier vom Glauben abgefallen, dass sie ernstlich glaubten, dass mein Partner das absichtlich getan hat.

Hinzu kam, dass sie mir vorhielten, dass ich mein Kind eher aus dem Krankenhaus holen wollte und fragten nun nach dem „Warum“. Ich habe ehrlicherweise gesagt, dass ich mich durch die ständige Fragerei der Schwester nicht mehr wohl gefühlt habe und dass es mir nicht gut ging. Hinzu kam die Abstellkammer mit der Liege, wo sie mich mit Gustav untergebracht hatten. Sie sagten mir dann ins Gesicht, dass es nicht wichtig ist, wie es mir geht und sie nur das Wohl des Kindes im Auge haben. Mir ist bei dieser Aussage die Luft weggeblieben, denn zum einen habe ich durch die offensichtlichen Anschuldigungen erst gar keine Milch mehr gehabt, dann hat sich meine Brust sehr stark entzündet und ich habe seit Dienstag 5 kg abgenommen. Und wenn es mir schlecht geht, geht es meinem Kind auch nicht gut. Irgendwann haben Sie dann die Fragerei beendet und haben mich dann noch 3 Stunden schmoren lassen, bis sie die Abschlussuntersuchung und den Abschlussbericht fertig hatten und ich endlich um 11:30 Uhr mit Gustav gehen durfte. Sie haben mich dann noch gebeten, einen Tag später, also heute zum Kinderarzt zu gehen, um noch einmal Gustav untersuchen zu lassen. Ich habe daraufhin gleich einen Termin bei einer Kinderärztin in Wurzen ausgemacht, wobei ich nur die eine Möglichkeit hatte, da die andere Kinderärztin in Urlaub ist. Als ich dann heute Morgen dort war, hat die Ärztin mir gleich erzählt, dass die Chefärztin vom Krankenhaus schon angerufen hat, um zu kontrollieren, ob ich auch wirklich komme. Ich war echt von den Socken.

Aber das dickste Ei kommt noch. Wir waren kaum eine Stunde zu hause, klingelt es. Und wer steht vor der Tür: das Jugendamt. Die Damen waren ja ganz nett und umgänglich, aber ich bin entsetzt, wie man unschuldig in die Fänge der Behörden gerät. Jetzt haben wir eine Akte und sind sozusagen „vorbestraft“. Die Damen fragten uns dann auch noch einmal, wie es passiert ist, guckten sich unser Bad mit Wickeltisch und unsere “Wohnverhältnisse” an. Da wir uns normal artikulieren können und es uns nicht an Bildung fehlt, waren sie nach 10 Minuten wieder weg. Ich hatte mich dann noch bei den beiden über die Verhältnisse und Anschuldigungen im Krankenhaus beschwert. Sie nahmen das zwar zu Kenntnis, aber das sich dort mal was ändern wird, ist eher unwahrscheinlich. Wenn es nach meiner Familie ginge, sollte ich die Ärzte wegen Verleumdung anzeigen. Aber ich will meine Nerven schonen und die Sache auf sich beruhen lassen. Vielleicht ist das ein Fehler, ich weiß es nicht…

Wären wir mit Gustav ganz normal zu einem Arzt gefahren, wie es Freunde von uns in einer ähnlichen Situation taten, wäre gar nichts passiert. Aber das Krankenhaus hat uns als schlechte Eltern denunziert, die ihren Sohn absichtlich vom Wickeltisch stoßen. In welcher Welt leben wir?

Wir lieben unseren Sohn über alles und sind sofort ins Krankenhaus gefahren, weil wir so eine Angst um ihn hatten. Wenn Sie sich doch mal um die Eltern kümmern würden, die Ihre Kinder verwahrlosen und verhungern lassen. Oder die Mütter die ihre Kinder töten. Ich bin derartig entsetzt darüber, was uns passiert ist und werde wohl noch eine Weile brauchen, um diese Geschichte zu verarbeiten…


Im Krankenhaus

7. Mai 2008

Gustav geht es sehr gut. Auch die letzten Tests heute Nachmittag haben keine Änderungen gezeigt. Eigentlich wollte ich ihn dann unbedingt mit nach Hause nehmen und meine Hebamme hat mich in dem Vorhaben noch bestärkt, da sie auch der Meinung war, wenn nichts festgestellt wird, warum soll er noch die Nacht da bleiben. Leider sahen das die Ärzte völlig anders, haben sogar mit Jugendamt und Polizei gedroht. Ich war außer mir, als ob ich zu den Müttern gehöre, die ihre Kinder ins Gefrierfach 20 Jahre lang legen oder im Wald aussetzen. Nach einigem Hin und Her habe ich dann unüberzeugter Weise zugestimmt, dass Gustav noch bis morgen früh dableibt. Ich hatte zwar angeboten, dass ich ihn über Nacht mitnehme und morgen früh noch einmal zur Kontrolle bringen, doch das ist angeblich aus behördlicher Sicht nicht möglich, da er erst entlassen werden müsste und morgen dann nicht mehr im Krankenhaus behandelt werden darf und zum Kinderarzt muss.

Aber aus diesem Unglück habe ich auch gelernt, dass ich das nächste Mal nicht gleich ins Krankenhaus sondern zu einem normalen Kinderarzt fahre. Es gibt nette Schwestern aber es gibt auch etliche Drachen. Die einen sind hilfsbereit, die anderen meckern nur rum. So habe ich heute, obwohl ich mehrmals “ja” gesagt habe, kein Frühstück und Mittagessen bekommen. Heute abend war wieder die nette Schwester da und sie hat sofort Abendbrot gebracht. Als stillende und begleitende Mama bekommt frau das Essen kostenlos, daher habe ich diesen Aufstand nicht verstanden. Die eine sagte, ich bekomme nichts weil ich dort nicht schlafe, die andere sagte wieder, dass das überhaupt keine Rolle spielt. Naja, so habe ich wenigstens eine Mahlzeit bekommen, der Rest tut meiner Figur tut. Ich hätte mich zwar Beschweren sollen, meine Familie hat mir dazu geraten, aber ich hatte nicht die Nerven dafür. Insgesamt bin ich vor allem über die Betreuung von Gustav enttäuscht. Alles was ich im Krankenhaus von Eilenburg kennen- und schätzen gelernt habe, wird dort nicht gemacht. Die Babytücher mit all der Chemie werden nicht ausgewaschen, die verklebten Augen wurden nicht gereinigt, es gibt keinen Stillraum oder bequemen Stillsessel. Die eine Schwester hat sogar kurz nach dem Stillen Druck gemacht, dass er sofort an die Überwachungsgeräte müsste, die nette Schwester hat mich in Ruhe stillen und kuscheln lassen. Heute früh war dann Gustav auch noch in einem anderen Raum, mehr eine Abstellkammer ohne Bett für mich. Nach einigem Drängen habe ich dann eine Klappliege bekommen, die wirklich “sehr bequem” war…. So unterschiedlich sind die Herangehensweisen.

Auf alle Fälle hole ich ihn morgen früh…

Hier ein paar Bilder aus dem Krankenhaus mit meinem Handy aufgenommen.


Horror Tag

7. Mai 2008

war gestern. Ich stand so unter Schock, das ich stundenlang nur geheult habe.

Was ist passiert? Wir sind früh um halb Sieben aufgewacht und nach einer kleinen Tastuntersuchung an Gustavs Strampler stand fest, er muss gewickelt werden. Nachdem ich das schon in der Nacht 2 x getan hatte und noch völlig müde war, habe ich Stephan gebeten, dass Wickeln zu übernehmen. Er ging dann auch mit dem Kleinen ins Bad und wenig später hörte ich nur einen dumpfen Knall und dann lautes Geschrei. Ich bin dann ins Bad gesprungen und habe Stephan gefragt, was denn passiert war. Erst druckste er ein wenig rum und dann gestand er, dass Gustav vom Wickeltisch gefallen ist. In dem Moment geriet ich so in Panik, herrschte Stephan nur noch an, dass er sich sofort anziehen soll und wir ins Krankenhaus müssen. Gustav lag derweil seelenruhig da und guckte uns nur an. Mein Gedanke war: hoher Wickeltisch, Fliesen, Köpfchen, innere Blutungen…

Wir also in Windeseile ins nahe gelegene Wurzener Krankenhaus, Notaufnahme. Und es dauerte in meinen Augen eine Ewigkeit, bis wir dann endlich zum Kinderarzt durften. Er untersuchte ihn dann sofort mit Ultraschall. Er konnte aber nichts feststellen, auch keine Knochenbrüche, einfach gar nichts. Trotzdem sagte man uns, dass Gustav für 48 Stunden überwacht werden muss, da zumindest eine Gehirnerschütterung zu erwarten war. Zum Hergang kann ich leider nicht viel sagen, da ich ja nicht dabei gewesen bin. Ich weiß nur soviel, dass er sich zwar noch nicht drehen kann aber mit seinen Beinen und Po immer wieder so eine Art Luftsprünge macht. Dabei ist er wohl verrutscht, gefallen und Gott sei Dank mit dem Bauch aufgekommen und nicht mit dem Köpfchen. Das innerhalb von einer Sekunde, denn Stephan hat sich nur kurz zum Waschbecken umgedreht, um  den Waschlappen naß zu machen.

Zurück zum Krankenhaus: nachdem das Prozedere beim Kinderarzt vorbei war, ging das Nächste los. Die ganzen Kabel, Blutabnahme, da und dort Papierkram unterschreiben- und ich war nur am heulen. Mein kleiner Gustav in den Händen der vielen Schwestern und Ärzte. Das ging den ganzen Vor- und Nachmittag. Zwischendurch schickten sie mich zur Apotheke, eine Milchpumpe zu holen. Vorher noch zum Frauenarzt, da ich ein Rezept brauchte. Gott sei Dank war Stephan immer an meiner Seite, alleine hätte ich das nicht durch gestanden. Ich war zwar erst sehr sauer auf ihm, weil er mir erst nicht sagen wollte, was passiert ist. Er hat das damit begründet, dass er befürchtete, dass ich mich darüber aufregen würde. Der ist gut, als Mama habe ich Todesängste gehabt.

Ich bin dann gestern bis spät in die Nacht im Krankenhaus geblieben, habe noch abgepumpt, sodass er in der Nacht meine Muttermilch trinken konnte. Durch die ganze Aufregung hatte ich dann gestern Abend fast gar keine Milch mehr und geriet dann noch in zusätzliche Aufregung, weil ich bisher eigentlich immer viel zu viel hatte. Dies war aber unbegründet, heute Nacht habe ich wieder soviel produziert, dass ich heute früh vor der Fahrt zum Krankenhaus noch ein ganzes Flächchen abpumpen konnte.

Heute Morgen bin ich gleich wieder hin, stillen und Arzt befragen, ob es eine Veränderung gegeben hat. Zu unserem Glück, hatte sich nichts negativ verändert.

Heute früh hatte dann eine andere Schwester wieder Dienst und diese hat mich bis vorhin auch noch fertig gemacht. Immer wieder hat sie gefragt, wie denn das passieren konnte. Immer und immer wieder, als ob sie von der Polizei ist und mich nun überführen will.

Die anderen Schwestern gestern dagegen, waren so nett, haben mich immer wieder damit getröstet, dass es fast in jeder Familie vorkommt und der Arzt hat uns noch einmal beruhigt, dass in den meisten Fällen dabei gar nichts passiert. Auch mein Vater und die Tante von Stephan, alle erzählten, das Ihnen das auch passiert ist. Ich habe mich trotzdem schuldig gefühlt, weil ich Stephan zum Windeln geschickt hatte und ich es nicht selber getan habe. Andererseits hätte es mir auch passieren können. Unser Kleiner ist schon so agil, dass wir jetzt immer höllisch aufpassen müssen. Die Konsequenz war gestern Abend, als ich noch im Krankenhaus war, dass Stephan die Wickelkommode abgebaut hat und wir alles auf den Boden verlagert haben.

Nachher fahre ich wieder ins Krankenhaus, mit ihm kuscheln und stillen und hoffentlich können wir ihn morgen früh um 7:00 Uhr wieder nach Hause holen. Ich bekomme jedes Mal Heulkrämpfe wenn ich den leeren Kinderwagen sehe. Wie soll das nur werden, wenn er später 14 Tage ins Ferienlager fährt oder mal wirklich ernsthaft krank wird? Aber darüber sollte ich mir keine Gedanken machen. Ich bin froh, dass Gustav gestern 1000 Schutzengel hatte und nichts passiert ist.


Psychopath auf Tour

27. März 2008

Heute morgen bin ich meine übliche Runde gefahren: Post, Bäcker usw. Außerhalb der Reihe war nun Tanken dran.  Gesagt getan, fuhr ich bei wunderschönem Wetter und  guter Laune auf das Tankstellengelände.  Auf einmal fährt ein  übellauniger  Fahrradfahrer (älterer kleinwüchsiger Mann) neben mir und beschimpft mich auf die vielfältigste Weise durch mein offenes Fenster. Ich wusste erst gar nicht was der von mir will und wo der überhaupt herkommt. Aus seinem Geschimpfe merkte ich, dass ich ihm die Vorfahrt genommen haben soll. Ich hatte ihn leider überhaupt nicht gesehen und eigentlich bin ich so gestrickt, dass ich mich sofort entschuldigt hätte. Da der Mann aber richtig bösartig wurde und mir das gar nicht gefiel, habe ich nur zu ihm gesagt, wenn er nicht gleich aufhört, dann zeige ich ihn wegen Beleidigung an und machte mein Fenster hoch. Da stellte er sein Fahrrad ab, klopfte wie wild an mein Fenster. Da bekam ich es richtig mit der Angst zu tun, da der völlig ausgeflippt ist. Er schrie mich an und ehe ich die Zentralverriegelung runter machen konnte, riß er meine Tür auf, brüllte und ich kämpfte mit ihm darum, dass ich meine Tür wieder zu machen kann. In der Zwischenzeit hatte ich so eine Angst und Panik, dass mir die Tränen liefen und ich zu dem nur noch sagte, dass ich die Polizei hole. Unter zitternden Händen habe ich dann aber erst einmal Stephan angerufen, dass er kommen soll, da er sich mit seinem Fahrrad vors Auto stellte und mich am wegfahren hinderte.

Zwischenzeitlich kam ein jüngerer Mann und mischte sich zu meinem Glück ein (vielen Dank noch einmal an meinen anonymen Retter!!!). Er holte ihn erst einmal von meiner Tür weg und redete auf ihn ein. Dann fragte er mich was denn vorgefallen sei (bis dahin dachte der junge Mann, ich hätte den Fahrradfahrer über den Haufen gefahren), als ich ihm dann aber schilderte, dass ich ihm wohl die Vorfahrt genommen habe, aber das nicht gesehen und ihn auch nicht berührt habe, war er ganz erstaunt, dass eigentlich nichts passiert ist. Unter Tränen erzählte ich ihm dann aber, dass der Mann völlig ausgerastet ist und ich mit ihm um meine Fahrertür kämpfen musste. Er redete dann noch einmal lange auf den Fahrradfahrer ein bis der endlich wegfuhr. Ich konnte dann endlich aussteigen und frische Luft schnappen. Dabei erzählte mir der junge Mann, dass er den Fahrradfahrer kennt und dass der sich öfters aufspielt und ausflippt.  Ich war so froh, dass er mir geholfen hat und er ist so lange geblieben, bis ich getankt und bezahlt hatte (da wir beide dachten, dass der Psycho noch einmal zurückkommt) und haben uns anschließend verabschiedet.

Stephan ist dann nicht mehr gekommen, da ich ja den Toröffner mithatte und er gar nicht vom Grundstück fahren konnte (hier müssen wir auch eine Lösung finden).  In diesem Sinne kann ich wirklich froh sein, dass es noch Männer gibt, die einer Frau in Bedrängnis helfen!  Vielen Dank!


Montagsfrust - das örtliche Krankenhaus

17. März 2008

Da wir ja nun in der Nähe von Wurzen leben und das örtliche Krankenhaus nur 5 Minuten von uns entfernt ist, war ich kurzfristig der Meinung, vielleicht dort entbinden zu können.  Mit diesen Gedanken und einer umfangreichen Recherche auf der Internetseite des Krankenhauses, habe ich heute morgen voller Elan auf der Geburtsstation angerufen, um nach einem Besichtigungstermin des Kreißsaales zu fragen. Auf der Homepage steht nämlich sehr einladend, dass man anrufen soll, um einen Termin zu vereinbaren.

Was musste ich aber erleben? Eine sehr schlecht gelaunte Krankenschwester ging ans Telefon und bellte mich sofort an, dass das heute nun überhaupt nicht ginge. Ich war so verblüfft, dass ich nur sagte, dass es mir gar nicht um heute ging, sondern um einen Termin im Laufe dieser oder nächster Woche. In einem herrischen Ton bellte sie zurück, ich solle jeden Tag anrufen, um zu fragen, wann es denn ginge, Termine könnte sie mir keine nennen. Das die gute Frau im Streß stand, weil die 4 Entbindungszimmer heute morgen voll belegt war, kann ich ja verstehen. Was ich nicht akzeptiere, war der Ton und die Art der Schwester. Ein Feldwebel ist ein Waisenknabe dagegen. Wenn Sie wenigstens nett gesagt hätte, dass es heute ungünstig wäre und sie würde mich zurückrufen, wäre das ein anderer Schnack gewesen, aber so?

So habe ich heute beschlossen, wenn mir genügend Zeit bleibt, fahre ich wie vereinbart ins Elisabeth-Krankenhaus nach Leipzig. Dort waren alle sehr nett (der Chefarzt hat dort die Feindiagnostik bei mir gemacht) und die Geburtsstation sah nicht aus wie eine Klinik.

Soviel zum Thema Service, der wohl beim hiesigen Krankenhauspersonal nicht so großgeschrieben wird, wie die Homepage zu vermitteln scheint.


3D Babyfoto

12. März 2008

Heute morgen hatte ich meinen ersten FA-Termin bei dem neuen Arzt in Wurzen. Aus dem Telefonbuch heraus dachte ich, dass eine F-Ärztin wäre. So erfuhr ich kurz vor der Untersuchung des es ein Mann ist. Ich war innerlich geschockt, da ich das bisher seit meinem ersten FA-Besuch mit 14 Jahren immer vermieden habe. Er war zwar sehr nett, aber ich habe mich wirklich nicht gut gefühlt. Jetzt muss ich mal schauen, ob ich das bleibe oder nicht. Die Untersuchung war nämlich heute auch sehr schmerzhaft, da er nach dem Muttermund geschaut hat, inwieweit der schon offen ist oder nicht. Er hat aber eine normale Länge (3 cm lang) und schon sehr weich (wohl auch normal).

Gut war, das er den Ultraschall zum größten Teil in 3D gemacht hat und mir dann ein teures Foto (15 EUR) ausgedruckt hat. Da ich aber noch kein 3D Foto hatte und unser Baby überhaupt heute zum ersten Mal in 3D und Farbe gesehen habe, war es mir sehr viel wert gewesen.

Babyfoto No5

Schön war auch, dass ich zuerst bei der Hebamme war. Denn diese war sehr nett und hat viel erklärt. Ich bin erstaunt, was ich immer noch dazu lerne und was meine letzte FA nicht erklärt hat. So hat Sie alles komplett untersucht- Urin, Blut, Blutdruck, Bauschumfang, wiegen, CTG. Letzteres war viel kürzer als bei der letzten FA und daher nicht so langweilig. Leider sind meine Urinwerte nicht so gut, wahrscheinlich habe ich meine Blasenentzündung im letzten Herbst nicht so richtig auskuriert (na wie denn auch, wenn frau keine Tabletten nehmen kann), dafür habe ich sehr gute Eisenwerte. So gleicht es sich wieder aus…

Nach dem Termin bin ich dann zufuß in die Stadt geschlurft (laufen mit Dickbauch wird immer beschwerlicher), weil ich noch zu meiner Krankenkasse wollte um die Bescheinigung des Geburtstermines abzugeben, damit mein Mutterschutzgeld kommt. Eigentlich hätte ich das schon beim letzten Termin bekommen sollen, habe ich aber nicht. So bin ich schon seit einer Woche im Muschu. Und was war, nachdem ich mich da mühsam hingeschlurft hatte? Meine Kraka hat Mittwochs zu. TOLL So muss ich das gleich morgen früh machen, bevor es zur Buchmesse nach LE geht…