Mitsommernacht

21. Juni 2008

oder der längste Tag im Jahr. Für mich ein ganz normaler Samstag und obwohl es hier in der Umgebung einige Feste gibt, bleiben wir zu Hause. Gustav wird heute schon 10 Wochen alt, aber irgendwo abends mit ihm hingehen traue ich mir und ihm noch nicht so zu. Die letzte Woche war aufgrund der 3-Wachstumstage, sehr anstrengend gewesen. Ich hoffe, dass er die kommende Woche wieder besser drauf sein wird. Ich habe jetzt auch festgestellt, dass er die ganze Nacht durch schläft, wenn er abends um 12:00 Uhr beide Brüste, statt nur einer, leer trinken darf. Das Angebot nimmt er auch gerne an und schläft dann bis 6:00 - 6:30 durch. Und dann geht es im 3 Stunden Rhythmus mit dem Stillen weiter. Dafür ist er dann tagsüber länger wach und will beschäftigt werden. Immer zu auf Mamas Arm und gucken… mit den großen grauen Augen die Welt entdecken. Ohje, wenn er dann bald laufen und anfassen kann, wird nichts mehr vor ihm sicher sein.

Letzte Woche Donnerstag war ich mit ihm auch zum ersten Mal zur Babymassage. Er hat sich tapfer geschlagen. Erst hat er sich alle anderen Babys genau angeschaut und hatte dann sehr viel vergnügen am massieren gehabt. Nach einer halben Stunde, in der die anderen Babys sehr viel geweint haben (es war teilweise Ohrenbetäubend!) wurde es ihm zuviel und hat auch geweint. Ich konnte ihn aber sehr schnell beruhigen und weiter massieren. Der Kurs ist sehr nett und findet bei meiner Hebamme statt. Die anderen Mütter scheinen auch ganz nett zu sein, Kontakt konnte ich leider noch nicht knüpfen. Das fehlt mir schon sehr, dass ich so gut wie keinen persönlichen Austausch habe. Der Spruch, dass frau mit Baby schnell Kontakt findet, stimmt leider nicht. Mal sehen, ob sich daran vielleicht nicht doch noch was ändert. Am kommenden Montag findet der Rückbildungskurs statt…

Gestern Abend habe ich Stephan gezeigt, was ich beim Babymassage-Kurs gelernt habe und haben Gustav zusammen massiert. Er hat über beide Ohren gelacht und sich total wohl gefühlt, sodass er sich gleich auf seiner Wickelunterlage erleichtern musste. Das werden wir jetzt jeden Abend machen…


6 Wochen alt

24. Mai 2008

wird heute unser Gustav. Da er an einem Samstag geboren ist, kann ich mir das gut merken (-: .

Täglich merke ich kleine Veränderungen an ihm. Zum einen ist er jetzt viel öfter wach und will dann beschäftigt werden. Ich selber kann dadurch überhaupt nicht mehr den Raum ohne ihn verlassen, überall will er dabei sein. Noch merkwürdiger ist, dass er pünktlich zu unseren Mahlzeiten wach ist und an seine Milchbar will. Wann habe ich das letzte Mal Abendbrot gegessen, ohne das ich in einer Hand den Gustav und in der anderen mein Brot halte? Meistens essen wir in Etappen, d.h. Stephan zu erst und ich stille nebenher den Gustav und wenn beide fertig sind, übernimmt Stephan den Gustav und damit er sein Bäuerchen macht und ich essen darf…

Zum anderen schläft er nachts viel länger, wir haben es jetzt schon auf 5 Stunden verlängert und nicht mehr 2-3 Stunden. Mal sehen wann wir die 7 Stundenmarke knacken… ich freu mich drauf!  Auch schläft er seit einer Woche ohne zu murren in seinem eigenen Bettchen. Das ist für mich gut, da ich mich wieder frei in meinem eigenen Bett drehen und wenden kann. Morgens wird er dann aber zum Frühstückdrink in mein Bett eingeladen und darf dann noch ein paar Stündchen mit mir pöffeln.

Leider sind die Drei-Monats-Kolliken noch nicht vorrüber, sodass wir doch jeden Tag und das überwiegend Abends mit den bösen Bauchpupsen kämpfen.

6 Wochen alt


Das 1×1 des Stillens

19. Mai 2008

liest sich sehr einfach. Aber wenn es dann soweit ist und frau muss die Theorie in die Praxis umsetzen, können viele Problemchen auftreten. Auch bei mir gibt es ständig ein „Auf und Ab“.

Als Gustav geboren wurde, wollte er an den ersten 2 Tagen überhaupt nichts trinken. Mithilfe der Schwestern im Krankhaus und einer Glukoselösung konnten wir Gustav überreden, doch ein bisschen zu trinken. Dabei wurde die Glukoselösung mithilfe einer kleinen Spritze in Gustavs Mündchen eingetröpfelt, die wiederum den Saugreflex ausgelöst hat. Zusätzlich schmierten wir noch ein paar Tropfen auf die Brustwarze.

Am 3. Tag klappte das Stillen dann auch ganz gut, auch wenn das Anlegen sehr schmerzhaft wurde. Nach 4-5 Tagen hatte ich dann so wunde Brustwarzen, sodass ich beim Anlegen richtig weinen musste. BH anziehen war eine Qual, sodass ich mir von Medela einen Brustwarzenschutz kaufen musste. Dazu benutzte ich Lanolin (Wollfett) aus der Apotheke und beim stillen die berühmten Stillhütchen. Soweit so gut, dass Stillen wurde besser, Gustav saugte vergnügt an meiner Brust, schlief dabei regelmäßig schön ein und sein Stuhl war gelb und flockig.

Dann kamen die berühmten drei Psychotage im Krankenhaus. Erst blieb meine Milch weg, dann kam sie wieder, aber meine Brustwarze entzündete sich so stark, dass ich nicht mehr stillen wollte. Gott sei Dank kam meine Hebamme gleich zu Hilfe und die Brustwarzenentzündung haben wir mit Naturseideneinlagen und echter Wolle in den Griff bekommen. Jetzt dachte ich, schön es geht wieder bergauf.

Nun verursachten aber die heißen Tage Mitte Mai großen Durst und Gustav wollte im 1/2 - 2 Stundentakt trinken. Und das mit einer noch nicht verheilten Brustwarze. Meine Hebamme gab mir dann den Rat ihm zwischendurch Fencheltee zu trinken zu geben, doch das ging gründlich daneben, da Gustav auf keinen Fall an einer Flasche saugen wollte. Er schrie und quengelte, wenn ich nur mit der Flasche seine Lippen berührte. Also doch wieder stillen…

Jetzt ist es ja wieder kühler und eigentlich müsste alles wieder ok sein, doch seit drei Tagen hat Gustav ständig grünen Stuhl und Blähungen. Nach einigem Suchen nach der Ursache habe ich den Grund gefunden: “Wenn wir sehr viel mehr Milch haben, als unser Baby benötigt, ist es möglicherweise nicht in der Lage, die ganze “Suppe” bei einer Sitzung abzutrinken. Wenn wir die Brüste beim Stillen nach der Hälfte der Zeit wechseln, um sicher zu stellen, dass es “die zweite Seite auch noch nimmt” oder wenn wir versuchen, die Abstände zwischen den Stillzeiten auf zwei Stunden oder mehr zu verlängern, kann es dazu kommen, dass das Baby sich durch eine Riesenmenge “Suppe” ackert und niemals viel “Dessert” bekommt. Es gedeiht gut. Aber gerade die fetthaltigere Milch (”Dessert”) beruhigt den Magen hervorragend, indem sie die Passage der Milch durch den Darm verlangsamt. Ohne dieses extra Fett passiert die Milch den Darm ohne dabei vollständig abgebaut zu werden, und kann dann im Dickdarm fermentieren und dabei Blähungen, Unwohlsein und schaumig grünen Stuhlgang verursachen.” Quelle: www.stillkinder.de

Jetzt werde ich probieren, dass Gustav erst einmal innerhalb von 6 Stunden nur eine Brust zu trinken bekommt. Dann bekommt er auch nicht so viel auf einmal, sodass er sich verschluckt und zu hastig trinkt. Letzteres macht er nämlich auch erst seit ein paar Tagen. So hoffe ich auch, meine Überproduktion in den Griff zu bekommen.

Mein Vorsatz, Gustav komplett 5-6 Monate zu stillen wird ganz schön auf eine harte Probe gestellt…

Trotz der Schwierigkeiten hat Gustav schön zugenommen. Mittlerweile wiegt er 4600g.


Hitzefrei

12. Mai 2008

kann ich mir leider nicht wünschen. Aber eigentlich wünsche ich es mir vielmehr für Gustav. Seit 2 Tagen trinkt er im 1-2 Stundentakt. Mir tut alles weh und schon die Vorstellung, dass ich schon wieder stillen muss, jagt mir Angstschweiß ein. Vorhin habe ich meine Hebamme angerufen und gefragt was ich denn nun machen kann. Sie hat mir Fencheltee auf Zimmertemperatur empfohlen. Ein bisschen hat er davon getrunken, doch er ist den Flaschennuckel nicht gewöhnt und tut sich schwer damit. Durch die ständige Trinkerei und der Hitze ist er auch noch aufgedreht und schläft nicht soviel. Obwohl er so müüüüüüde ist…

Eigentlich wäre ich gerne heute am Pfingsmontag zu Oma und Opa nach Halberstadt gefahren, doch bei der Hitze, in einem Auto ohne Klimaanlage haben wir das auf einen kälteren Tag verschoben.


Der erste Wachstumsschub

24. April 2008

Vor 2 Tagen wusste ich am späten Nachmittag bis spät in die Nacht nicht, was mit meinem kleinen Gustav los ist. Er ist seit seiner Geburt ein ganz ruhiger kleiner Mann, der nur weint, wenn er Hunger hat oder wenn die bösen Bauchpupse kommen. Ansonsten schläft er oder guckt mit großen Augen in der Weltgeschichte rum.

Aber nicht so vorgestern abend. Ständig war er quengelig. Alle halbe Stunde musste ich ihn stillen und kaum war die Brust einen Zentimeter von ihm entfernt, schon fing das Geschrei an. Ich wusste nicht mehr ein noch aus, da ich befürchtetet, dass ihm von dem vielen Trinken doch schlecht werden müsste und er anschließend alles wieder ausbricht. Aber dem war nicht so. Erst gegen 12:00 Uhr nachts konnten wir ihn irgendwie beruhigen und er hat doch tatsächlich bis zum anderen Morgen durchgeschlafen.

Am nächsten Tag kam meine Hebamme zum üblichen Termin und ich erzählte ihr gleich, dass ich nicht wusste was los gewesen ist. Die Ursache war ganz einfach: zwischen dem 10. und 16. Tag gibt es den ersten Wachstumsschub und den hatte er bekommen. Es sei auch ganz normal gewesen, dass er bei diesem Schub so viel Trinken wollte. Also alles im Lot!

PS: Er hat seit seiner Geburt 200g zugenommen und wiegt jetzt 3500g. Die ersten Hamsterbäckchen sind auch schon da. Und er ist so knuddelig….


Geburtsvorbereitungskurs Teil 5

7. März 2008

Am Dienstag war schon unser letzter Geburtsvorbereitungskurs. Das Thema war “Stillen”. Wir haben einiges dazu gelernt, angefangen vom Milchstau, Brustwarzenhütchen, Stillzeit und richtiges anlegen des Babys. Dazu gab es passende Babypuppen in verschiedenen Größen, mit denen wir üben mussten, dass Baby richtig anzulegen. Interessant war dabei zu erfahren, dass ein Baby sich auch festsaugen kann und dabei einschläft und die dazu passende Frage: wie bekomme ich es wieder los?

Da der Kurs nun schon vorbei ist, kann ich ja schon ein Resumee ziehen. Teilweise war der Kurs sehr interessant und informativ. Wir konnten viele Fragen stellen und es gab keine Tabuthemen. Ich hoffe für mich selber, dass ich einiges behalten habe, denn gerade im letzten Kurs war ich von den Umzugsvorbereitungen so geschafft, dass ich teilweise nicht mehr zuhören konnte und ich wahrscheinlich die Hälfte schon vergessen habe.

Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen, auch das mein Partner mitgewesen ist und er vieles erfahren hat. Das wird es uns hoffentlich in den Wochen nach der Geburt erleichtern.

Geburtsvorbereitungskurs “Stillen”