Umzug geschafft

7. März 2008

So das schlimmste ist vorbei. Wir sind umgezogen.

Umzug mit Schweinen, Burgbaum und Babysachen

Ich kann es noch gar nicht glauben, doch wenn ich so um mich schaue und die noch nicht ausgepackten Kartons (ich glaube es sind immer noch 50 von über 100 Stück) begutachte, weiß ich, dass wir es wirklich getan haben.

Chaos im neuen Wohnzimmer

Man sagt ja, dass das, was in der ersten Nacht im neuen Haus geträumt wird auch in Erfüllung geht. Nun, ehrlich gesagt weiß ich es gar nicht, es war soviel wirres Zeug wie in den letzten Wochen auch und ich musste wie in den letzten Nächten auch, alle Stunde aufwachen. So bin ich zum normalen Umzugsstreß dazu, tagsüber völlig fertig, weil ich nachts nicht gut schlafe. Und da ich ja mit Dickbauch sehr gehandicapt bin, werden die Umzugskartons auch nicht so schnell alle, wie bei unseren anderen Umzügen.

Hinzu kommen viele technische Probleme. Etliche Möbel passen nicht so wie sie sollen, da es auf einmal dort einen Balken, eine Heizung, eine Steckdose oder etwas anderes gibt, was das hinstellen unmöglich macht. Am schlimmsten ist die Küche, hier passen unsere Module nur in einer unschönen Position. Aber ersteinmal muss ich damit leben, vielleicht ergibt sich ja noch eine Lösung.

Eine große Herausforderung war auch die Bereitstellung unseres T-Com Telefon-und DSL-Anschluß. Der Telefonanschluß war pünktlich da, nur DSL nicht. Nach etlichen Telefonaten mit der Telekom und das hinzuziehen eines Gruppenleiters der jeweiligen Abteilung haben wir es geschafft, innerhalb von 6 Stunden DSL nachträglich zu bekommen. Wenn es nach der Telekom gegangen wäre, würden wir bis Ende nächster Woche ohne Anschluß hier sitzten. Und das in einer Zeit, in der mein Partner als Freiberufler täglich darauf angewiesen ist und damit sein Geld verdient. Dieses Argument war letztendlich jenes, welches uns den Erfolg gebracht hat. Ich habe nämlich die Telekom gefragt, was sie den gedenkt als Ausfallgeld für die verlorenen Arbeitstage zu zahlen.

Hinzu kommen viele kleine technische Probleme, Telefonanschlüsse die nicht gehen und für die wir einen Elektriker kommen lassen mussten. Gut, das gleich der Haus-und Hof-Elektriker ein Haus weiter wohnt, so war das Problem schnell geklärt. Ein weiteres Problem hat sich heute auch erledigt, denn wir dachten, dass wir eine Satelliten-Schüssel kaufen müssten. Da aber schon einmal der Elektriker da war, hat uns gesagt, dass es eine Gemeinschaftsanlage gibt und wir mussten nur ein längeres Kabel besorgen. So konnte ich heute abend unerwarteter Weise meine Lieblingssendung “Men in Trees” gucken.


Tages-Resumee

3. März 2008

Das war ein Tag heute. Eigentlich bin ich hundemüde, aber ich wollte noch schnell schreiben wie es denn auf dem Jugendamt so war. Positiv war schon einmal, dass wir nicht warten mussten und gleich die offizielle Amtsstube betreten durften. Nach einem kurzen Smalltalk kamen wir dann zu den ernsten Dingen des Lebens. Wie im Standesamt auch, wurde Stephan ein Text vorgelesen, den er laut und deutlich mit “ja” beantworten musste. Das war schon sehr streng, dass mir in dem Moment auch das Lachen verging. Aber auch ich wurde nicht verschont, ich musste ebenso deutlich mit “ja” antworten, als ich gefragt wurde, ob ich mit der Vaterschaft einverstanden bin.

Im Großen und Ganzen war es aber ein sehr entspannter Termin, die Beamtin war sehr nett und auskunftsfreudig und wollte gar nicht meinen Mutterpaß sehen. Das hat mich erst gewundert, aber sie sagte, dass sie es meinem “dicken” Bauch schon ansieht, dass ich wirklich schwanger bin. Es gebe da ganz andere Frauen, die kommen würden um die Vaterschaft anerkennen zu lassen, nur damit der Mann ein Bleiberecht in Dtl. bekommt. Auf die Idee bin ich nicht noch gar nicht gekommen…

Jetzt haben wir drei Urkunden hier liegen, beglaubigt und richtig mit Lack und Stempel versiegelt und unser Baby hat einen offiziellen Papa!

Heue Nachmittag sind wir dann noch einmal in die neue Whg. malern gefahren. Heute war das Arbeitszimmer dran, das wie in Gotha in verschiedenen Blautönen gemalert wurde.

Unser neues Arbeitszimmer:

Arbeitszimmer

Morgen kommt nun schon der erste Möbelpacker und hilft uns bei dem ganzen Küchenkram. Mittwoch früh 8:00 Uhr geht es dann los. Aber ich bin froh wenn alles vorbei ist, denn der ganze Umzug macht mir aufgrund des Bauches doch mehr zu schaffen, als ich dachte.


Umzug: Vorfreude und Probleme

26. Februar 2008

Gestern haben wir endlich unseren neuen Wohnungsschlüssel bekommen. Die Sonne schien und wir haben zum ersten Mal unsere neue Umgebung und Wohnung bei strahlemsten Sonnenschein gesehen. Nachdem wir die Übergabe erledigt hatten, haben wir uns erst einmal auf unsere neue Terrasse gesetzt und uns gesonnt. Auf alle Fälle muss dann demnächst eine Sonnenliege & Sonnenschirm her. Bisher hatten wir ja keinen Platz und keine Gelegenheit dafür.

Am Donnerstag ist dann die zweite Abnahme. Leider ist die neue Wohnung nicht so gut gemalert, 2 Fensterrollos sind kapput und das WC sah aus (ich will hier Details ersparen) sodass wir hier noch einiges klären müssen. Das trübte so ein bisschen die Freude, aber warum soll auch alles glatt gehen?

Heute haben wir auch endlich die Kündigungsbestätigung unseres Telefons von Freenet erhalten. Das war auch so eine Zitterpartie, da ich mich dafür schon in Nischwitz auf dem Bürgeramt anmelden musste, denn nur mit einer Anmeldebestätigung in einem neuen Wohnort darf man seinen Vertrag vorzeitig kündigen. Leider werden wir in Nischwitz dann nur noch DSL 2000 bei der Telekom statt 16.000 von Freenet haben. Ich finde das aber nicht weiter tragisch, denn wann hatten wir real gesehen, jemals 16.ooo Mbit pro Sekunde? Ich hoffe, dass wir bis zum Ende der Woche endlich dann unsere neue Telefonnummer haben werden.

Der Umzug findet dann am 4/5. März statt, der Umzugsvertrag mit der Möbelspedition ist auch in Sack und Tüten. Auch das war eine harte Nuß. Wir haben uns sage und schreibe 10 Angebote eingeholt und eins war teurer wie das andere. Das schlimme daran war, dass der Umzug um einiges mehr kosten sollte als von Gotha nach Leipzig vor 2 Jahren. Eigentlich ist ja das teuerste an einem Umzug die Fahrzeit und die Kilometer. Aber nach Nischwitz sind es nur 25 km, von Gotha nach Leipzig dagegen 175 km. Auch haben wir nicht mehr Möbel, die Kubiqmeter sind die selben, woher kommt also dieser Wahnsinnspreis? Letztendlich haben wir aber eine Spedition gefunden, die unseren Preisvorstellungen in etwas entgegen kam, auch wenn es immer noch mehr ist als wir kalkuliert haben. Aber wir haben den Umzug ja gewollt.

Noch nicht ausgestanden ist das Thema “Malern”. Maler mit Gewerbe sind genauso teuer wie ohne und da man seit zwei Jahren die Malerkosten in die Steuererklärung (Haushaltsnahe Dienstleistungen) mit hineinnehmen kann, unterstützen wir doch eher einen Maler mit Rechnung und Gewerbeschein.

Zum Thema Datenschutz habe ich auch noch eine schöne Geschichte. Vor ein paar Wochen haben wir zum 1.3. einen Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post online aufgegeben. Gestern habe ich einen Anruf von unserem Versicherungsmakler erhalten, dass sich unsere Hausratversicherung bei ihm gemeldet und ihm unsere neue Adresse mitgeteilt hätte. So schrieb die Versicherung an ihn, dass sie die neue Adresse von der Deutschen Post erhalten hätten. Da bin ich doch echt vom Glauben abgekommen. Wie kommt die Deutsche Post dazu, unsere neue Adresse weiterzugeben? Soviel zum Thema Datenschutz. Ich habe natürlich gleich bei der Deutschen Post angerufen und gefragt, wie das passieren kann. Mir wurde wie üblich hoch und heilig versprochen, dass das nicht wieder passiert, dass das sofort weitergegeben wird und sie sich gar nicht vorstellen können, wie das überhaupt geschehen konnte. Nun ist aber das Kind in den Brunnen gefallen und wir müssen damit leben…